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Der ungewollte Spanner
Als Hausmeister einer größeren Wohnanlage hatte ich es mir zur Gewohnheit gemacht, am Abend einen Rundgang durch die Anlage einschließlich Dachboden und Tiefgarage zu machen. Ein wenig neidvoll schaute ich dabei oft auf die erleuchteten Fenster, hinten denen mehr oder weniger glückliche Menschen beieinander saßen. Ich dagegen lebte schon seit vier Jahren allein; kein leichtes Los für einen Mann von achtunddreißig Jahren. Bei den Mietern war natürlich bekannt, dass ich Single war und so wagten einige Frauen mit mir hin und wieder einen übermütigen Flirt. So auch Corinna, die allerdings leider in festen Händen war. Eine bildhübsche junge Frau war es mit einem Fahrgestell, das einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen konnte. Zweiundzwanzig oder dreiundzwanzig mochte sie sein. Seit ich sie mal am frühen Morgen mit einem gewagten kurzen Hemdchen auf dem Balkon gesehen hatte, tropfte mir insgeheim noch mehr der Zahn.
Wie es der Zufall wollte, traf ich sie eines Abends in der Tiefgarage. Sie hatte sich einen Kleinbus zugelegt und ihn sich nach ihren Vorstellungen für Touristik zurechtmachen lassen. Das erzählte sie mir, als sie noch in der Einfahrt stand und mit Augenmaß abschätze, ob denn die Tiefgarage eine ausreichende lichte Höhe für ihr Vehikel hatte. Der praktische Hausmeister verließ sich natürlich nicht auf das Augenmaß, sondern holte den Zollstock. Fünf Zentimeter waren Luft zwischen Wagendach und Garagendecke. Zitternd ließ sich Corinna auf ihren Parkplatz leiten, weil sie immer noch das Gefühl hatte, sie würde oben anstoßen. Endlich stand sie und schaltete den Motor ab.
Der Ausbau des Kleinbusses hatte mich neugierig gemacht. Stolz zog sie die Schiebetür auf und präsentierte mir eine ziemlich praktische, wenn auch nicht luxuriöse Innenausstattung. „Sie gucken so skeptisch“, sprudelte sie heraus, „glauben Sie, dass die Liege nicht ausreichend ist? Sie dürfen ruhig Probeliegen machen.“
Die abgedunkelten Scheiben des Fahrzeuges verführten mich in einer bestimmten Vorstellung dazu, das Angebot tatsächlich anzunehmen. Ich streckte mich auf der Liege und legte sofort meinen Fallstrick aus: „Gut ja, aber für eine zweite Person ist es sicher wirklich zu eng.“
Sie nahm meine Worte als Angriff auf ihre Kreation. Mit drei Schritten war sie an meiner Seite und zeigte mir, dass die Liege selbst für zwei Leute bequem war. Wie im Scherz nahm ich sie in den Arm und flachste: „Nun würde sogar noch ein Paar Platz haben.“
Ich war überrascht, dass sie sich bei meinem Griff kein bisschen sperrte. Im Gegenteil! Sie legte ihren Kopf wie eine Geliebte auf meine Brust und ich drückte sie in diesem Moment noch fester an mich. Ich wagte den ersten Kuss und sie öffnete dazu bereitwillig ihre wunderschönen Lippen. Behutsam begannen unsere Zungen miteinander zu rangeln, bis wir sie uns gegenseitig begierig aufsaugten. Für mich gab es keinen Zweifel, dass Corinna es tatsächlich wissen wollte. Sie war sich in dem Auto mit den rundum abgedunkelten Scheiben sicher und ich merkte, dass sie ganz einfach Lust hatte. Meine streichelnden Hände wurden weder von den Brüsten, noch von den Schenkeln vertrieben. Das machte mich natürlich mutig. Bald schlichen sich meine Finger bis unter den Slip. Mein Herz machte ein paar Extrahüpfer. Herrlich feucht war sie zwischen den Beinen und als ich über die feuchte Wärme streichelte, suchte sie meinen Mund zum Kuss und holte meine zweite Hand an ihren Busen. Das lose T-Shirt machte es mir leicht, den Büstenhalter einfach nach oben zu schieben und das wogende Fleisch gefühlvoll zu kneten und zu streicheln. Schade, sie ließ es sich gut gehen, dachte aber überhaupt nicht daran, sich zu revanchieren. In meiner Hose tobte ein gewaltiger Aufstand. Vielleicht war es auch gut, dass sie noch nicht zugegriffen hatte. Als ich meine Finger krümmte und zu einem behutsamen Petting ansetzte, hatte ich das Gefühl, ich wäre bei ihrem ersten Griff schon gekommen. Oh, hatte das Mädchen Feuer. Binnen Minuten gurgelte sie glücklich zu ihrem ersten Orgasmus. Ging es ihr nur darum? Gleich bemerkte sie nämlich: „Wir müssen verrückt sein. Wenn jetzt jemand in die Garage kommt. Sehen kann er vielleicht nichts, aber ich habe das Gefühl, das ganze Auto schaukelt.“
Ich hätte verrückt werden können. Sie wehrte meine weiteren Zärtlichkeiten tatsächlich ab, raunte aber: „Wozu sollen wir uns hier der Gefahr einer Überraschung aussetzen. In meiner Wohnung haben wir es viel bequemer.“
Ich war sofort dabei. Erwischt zu werden, wenn ich mit zu ihr in die Wohnung schlüpfen würde, dafür gab es keine Gefahr. Nur zwei Schritten mussten wir vom Aufzug in ihre Wohnung. Das ging tatsächlich ohne Probleme. Hinter der Korridortür fielen wir uns wie zwei frisch Verliebte in die Arme. Dann zog sie mich an beiden Händen ins Wohnzimmer und bis zur Couch. Ich war nicht mehr zu halten. Stürmisch zog ich ihr den Slip über die Füße und wühlte meinen Kopf ein wenig unbeholfen unter ihren Rock. Immerhin tat es ihr wahnsinnig gut, denn sie quietsche freudig und drückte meinen Kopf ganz fest in ihren Schritt. Ich übertraf mich vermutlich selber. Wie lange hatte ich es keiner Frau französisch gemacht. Verlernt hatte ich offenbar nichts. In meinen Lenden brannte es noch immer wie Feuer. Wie gern wäre ich rasch erst mal zum Schuss gekommen. Ich hatte aber tüchtige Angst, bei ihr als Schnellspritzer in Verruf zu kommen.
Gerade fasste ich den Entschluss, das schöne Kind endlich völlig auszuziehen, da schlug die Klingel an. Zweimal lang und zweimal kurz! „Das ist mein Freund", schrie Corinna leise auf. „Rasch, stell dich auf den Balkon. Ich sorge dafür, dass er nicht auf die Idee kommt, hinaus zu gehen."
Dafür sorgte sie wirklich. Zuerst empfand ich es als angenehm, dass sie die Balkontür offen gelassen hatte. Später war es wie eine Folter für mich. Zunächst hörte ich Corinna mit ihrem Lover im Wohnzimmer über Gott und die Welt reden. Ich vernahm, wie zwei Gläser aneinander stießen. Dann ging es los. Die Männerstimme bewunderte: „Meine Güte, du bist ja schon klitschnass. Ich glaube, du wirst immer geiler. Aber mach dir nichts draus. Mir ist auch schon den ganzen Tag so. Wenn ich dich nicht angetroffen hätte; wer weiß, vielleicht wäre ich im Puff gelandet oder hätte es mir selbst gemacht.“
Corinna erwiderte entsetzt: „Erlaub dir ja nicht, mich zu betrügen. Nicht mal mit dir selber. Wir sind sowieso viel zu selten zusammen. Wenn du wüsstest, wie oft die Muschi juckt.“
„Ich kann es mir denken“, murmelte er, „nicht nur einmal habe ich ja deine hübschen Dildos gefunden, die du im Bad zum Trocknen gelegt hattest. Du bis ein kleiner Nimmersatt.“
„Ich bin eine junge Frau mit ganz normaler Lust auf Sex am Morgen, am Mittag, am Abend und in der Nacht.“
Ich linste um die Mauerecke herum und sah zu meiner restlosen Verwirrung, wie sie inzwischen beide nackt waren und sich gerade in die neunundsechziger Stellung begaben. Corinna lag so, dass sie mich sehen konnte. Während sie ihren Lover versessen blies, gönnte ich ihr das Vergnügen, zuzuschauen, wie ich es mir selbst besorgte.
Gehen durfte ich erst, als der Lover unter der Dusche ein Liedchen trällerte. Immerhin, ihr heimliches Abschiedsküsschen war vielversprechend und ihr flüchtiger Händedruck in meinen Schoß auch. Wie zur Entschuldigung hob sie die bedauernd die Schultern.
Online seit 30.05 2006 • 6358 Hits
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