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Schatten meiner selbst
Dass man einen Black-out haben kann, wusste ich ja auch früher, obwohl ich da noch keine eigenen Erfahrungen gehabt hatte. Dann aber hatte ich wohl einen, der gewissermaßen fast über zwei Jahre ging. Über zwei Jahre war ich ein ganz anderer Mensch gewesen. Ich erwachte erst durch ein besonderes Ereignis aus einer Trance. Das alles war so gekommen.
Ich war erst dreißig, als mein Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam und ich mich auch noch schuldig fühlte, weil ich ihn geküsst und im Schoß gestreichelt hatte, während er den schnellen Wagen lenkte.
Alles, was dann folgte, erlebte ich scheinbar gar nicht richtig. Dass ich plötzlich ganz allein war, begriff ich einfach nicht. Da waren die ganzen finanziellen Dinge, die riesige Villa, die vermutlich in den Augen meiner Bekannten langsam verkam. Da war mancher Hilferuf aus der Firma meines Mannes, die schon nach wenigen Monaten knapp vor dem Ruin stand. Alles drang gar nicht so richtig an mich heran.
Nur mein wacher Leib machte mir wahnsinnig zu schaffen, als eine gewisse Trauerzeit um war. Nacht für Nacht versuchte ich nachzuspielen, was mein Mann alles mit mir getrieben hatte. Ich wunderte mich nicht mal, dass ich auch ganz allein zu herrlichen Orgasmen kommen konnte. Was ich von seinem Schwanz kannte, besorgte ich mir mit eigener Hand, mit meinem Vibrator oder mit einem kräftigen Dildo. Die einstigen Genüsse, die mir sein erfahrener Mund verschafft hatte, ahmte ich mit der Butterfly nach und mit so einem Vagina-Sucker. Ein fabelhafter künstlicher Helfer. Ich legte die Saughaube über die Schamlippen, stellte mit der Handpumpe ein Vakuum her, sodass die Schamlippen riesig wurden, und ließ das ganze Instrument vibrieren.
Just zu dieser Zeit lernte ich eine andere junge Witwe kennen, die weit davon entfernt war, sich selbst Befriedigung zu verschaffen, dafür aber mit ihrem gestorbenen Mann kommunizierte. Ich war so verblüfft von dieser Offenbarung, dass ich mich überreden ließ, den Mann aufzusuchen, der ihr den Kontakt mit ihrem toten Mann hin und wieder verschaffte. Ich hatte keinerlei Skrupel, dass ich in einem sehr dusteren und abenteuerlichen Raum empfangen wurde. An den Wänden hingen okkulte Symbole, die ich nicht zu deuten wusste. Auf dem großen Tisch, hinter dem der Mann Platz nahm, lag eine schwarze Tischdecke, die ebenfalls mit unverständlichen Symbolen bestickt war. Genau genommen sah ich nur noch das etwas fahle Gesicht des Mannes. Seine schwarze Kleidung hob sich nicht von der dunklen Umgebung ab. Die ganze Zeremonie, die nun einsetzte, nahm ich nur am Rande wahr, besonders die gewisperten Beschwörungsformeln. Dann hörte ich den Mann deutlich sagen: „Es tut mir leid. Ihr Mann ist noch nicht bereit, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten. Sie können nur über mich Fragen an ihn richten.“ Trotz meiner Apathie und dennoch einer gespannten Erwartung, spürte ich, wie blödsinnig meine Frage war: „Wie geht es dir, mein Liebling?“
In einem lichten Moment bemerkte ich wohl auch, wie der Mann mir gegenüber seine Mundwinkel zynisch verzog. Dann erzählte ich mehr, als ich fragte. Ich wollte meinen Mann vermitteln, wie sehr er mir fehlte. Keine Ahnung mehr, was ich alles an intimen Dingen ausplauderte. Immer wurde ich von meinem gegenüber angestachelt, nur weiter zu reden.
Auf einmal erhob sich der Mann, kam um den Tisch herum und teilte mir mit, er hatte von meinem Mann den Auftrag, sich um meinen heißen Leib zu kümmern. Ich zuckte sicher mit keiner Miene, als er mich zu sich zog und meinen Mund küsste. Wie ein Blitz fuhr mir die Berührung seiner Lippen in den Leib. Ich riss meine Bluse selbst auf und drückte seinen Kopf an meine Brüste. Mit beiden Händen walkte er das sehnsüchtige Fleisch und saugte sich abwesend an den Brustwarzen fest. Mir war genau wie bei einem fantastischen Vorspiel mit meinem Mann. Deshalb war es wohl auch gar nicht absonderlich, dass ich seinen Schwanz aus der Hose holte und ihn voller Begehren vernaschte. Fast nie hatte es früher eine Vereinigung mit meinem Mann gegeben, ohne dass wir uns zuvor gegenseitig oral stimuliert hatten. Nichts war also neu und ungewöhnlich für mich.
Es dauerte nicht lange, bis ich splitternackt auf dem schwarzen Tischtuch mit den merkwürdigen Symbolen lag. Ich schloss vor Entzücken die Augen, als ich warme Lippen an meiner Pussy spürte und eine eifrig stoßende Zungenspitze. Mit allen Kosenamen belegte ich den fremden Mann, die ich früher für meinen Mann gehabt hatte. Unangenehm war mir, als ich Worte hörte, die ich von meinem Mann nicht kannte. Meine süße Pussy nannte er geile Fotze, meinen Po einen richtigen Knackarsch und mich selbst ein wahnsinnig geiles Frauenzimmer. Dennoch, es stieß mich nicht so sehr ab, dass ich aus meinem Zustand erwachte.
Als er meinen Po bis an die Tischkante zog, meine Beine an seine Brust nahm und mich hart zu vögeln begann, sträubte sich noch einmal alles in mir. So hart kannte ich es bisher nicht. Ich war allerdings bald so davon eingenommen, dass ich voll dabei war und ihm meinen Leib noch wilder und härter entgegenwarf. Trotz meiner geistigen Abwesenheit erinnere ich mich noch genau daran, wie ich es genoss, wieder einmal einen Orgasmus zu haben, den ich mir nicht mit eigener Hand oder mit Spielzeugen gemacht hatte. Ich besinne mich auch darauf, wie ich mich seiner Ausdrucksweise anpasste. Ich schrie ihn förmlich an: „Ja, ja, jag mir deinen geilen Schwanz bis zum Anschlag rein. Fick, fick, ich will kommen und kommen.“
Von diesem Tage an besuchte ich den Mann wenigstens zweimal in der Woche. Ich wartete von Mal zu Mal auf einen direkten Kontakt mit meinem Mann. Es war eben noch nicht so weit. Nur herrlich gevögelt wurde ich immer. Ich begriff nicht, wieso ich nur beim ersten Mal zu löhnen gehabt hatte. Bei meinen nächsten Besuchen lehnte der Mann jedes Honorar ab. Es sprach davon, dass ich ihn mit meinem heißen Leib genug belohnte.
Dann kam der Tag, an dem er mich aus meiner Trance holte. An die acht Leute saßen in meiner Villa um den Tisch herum. Es war verrückt. Ich erkannte genau, dass es um das Schicksal unserer Firma und der Villa ging. Ich begriff auch, dass man mir einen Vormund benennen wollte. Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen. Mein vom Schicksal bestimmter Liebhaber stand hoch aufgerichtet im Türrahmen und sprach von einer Riesensauerei, die man mit mir vorhatte. Ich merkte, wie sich ein Schleier von meinen Augen und in meinem Hirn zu lichten schien. Ich erhob mich und flog dem Mann an den Hals, der mich über Wochen so hingebungsvoll geliebt hatte. Es war nicht mehr mein Mann, der jeden Kuss und jeden Geschlechtsverkehr in meinem Kopf der Hauptakteur gewesen war. Ich küsste den Mann vor mir und redete ihn sicher zum ersten Mal mit seinem Vornahmen an. Er küsste zurück, streichelte mir übers Haar und sagte ganz ruhig: „Mach dir keine Sorgen. Ich werde den ganzen Spuk aufhalten und dafür sorgen, dass dich niemand entmündigen kann.“
Rasch war die kleine Versammlung aufgelöst. Ich machte mir nicht die Mühe, in all die Gesichter zu schauen, die wahrscheinlich enttäuscht die Szene verließen. Robert nahm ich an die Hand und führte ihn in mein Zimmer, in dem ich während der letzten Monate fast ausschließlich gelebt und geschlafen hatte. Ich kuschelte mich auf die Couch, streckte meine Arme aus und lockte: „Komm, du lieber Mann.“
Obwohl ich wieder vollkommen in meiner realen Welt war, fragte ich mich nicht mal, wieso ich so hemmungslos mit diesem Mann vögeln konnte.
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