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Gemeine Erpressung – Teil 2

Krampfhaft überlegte ich, ob an dem Abend im Club 21 noch irgendetwas ungewöhnliches passiert war – aber da ich nach dem kleinen Fick mit Markus nur noch an der Bar gesessen hatte, konnte eigentlich nichts passiert sein. Nur der Moment, als Herr Weiler die Bar betrat, war mehr als heikel. Doch da hatte ich ja schnell reagiert, mich erst in eine dunklere Ecke verzogen und anschließend die Bar verlassen, nachdem er mir den Rücken zugekehrt hatte. Aber sonst war wirklich nichts passiert. Wer war also dieser geheimnisvolle Verfasser der Mail, der mich hier erpressen wollte?

Lange blieb ich noch auf der kleinen Bank sitzen, stieg dann wieder in mein Auto und fuhr nach Hause. Meine Frau stellte zwar Fragen, warum ich so frühzeitig das Büro verlassen hatte, doch ich beachtete sie gar nicht, sondern zog mich gleich in mein Arbeitszimmer zurück. In der Hoffnung auf eine neue Nachricht vom Erpresser rief ich meine E-Mails ab, doch da gab es nichts, außer die typischen Mails, die ich täglich bekam. Enttäuscht schaltete ich den Computer ab und blieb einfach regungslos sitzen, wartete darauf, dass die Zeit verging.

Am nächsten Tag hatte ich im Büro eine Menge zu erledigen. Alles, was durch mein überstürztes Aufbrechen liegen geblieben war, musste ich jetzt nachholen und über die Arbeit geriet der Erpressungsversuch fast in Vergessenheit. Es war schon weit nach 20 Uhr als ich Feierabend machen wollte. Wie immer rief ich noch einmal meine E-Mails ab und SEINE Nachricht sprang mir sofort ins Auge. Er hatte sich also wieder gemeldet – er machte Ernst! Am Zucken des Mauszeigers auf dem Monitor merkte ich erst, wie sehr ich zitterte. Erst als ich ein paar Mal tief durchgeatmet hatte, traute ich mich die Mail zu öffnen. Der Inhalt erstaunte mich, denn anscheinend kannte sich der Erpresser gut in meinem Umfeld aus. Er wusste, dass ich nach Erhalten seiner ersten Mail das Büro verlassen hatte und er wusste auch, dass ich heute Überstunden machte. Verfolgte er mich etwa?

Doch diese Frage wurde schnell wieder aus meinem Kopf verdrängt, denn meine Augen blieben an dem Absatz hängen, in dem er seine Forderungen stellte. Gleich in der ersten Zeile machte er mir klar, dass er kein Geld von mir wollte. Mir fiel ein riesiger Stein von Herzen, denn das hätte ich schließlich meiner Frau irgendwie erklären müssen. Hastig las ich weiter – und wünschte mir Sekunden später, ich hätte es nicht getan. Mein Erpresser war entweder pervers oder er war selbst schwul und stand auf mich. Anders konnte ich mir nicht erklären, was er von mir verlangte. Doch hatte ich eine Wahl? Nein, die hatte ich nicht, dass machte mir der Unbekannte auch mit dem letzten Satz klar. Dort schrieb er nämlich, dass er genug Beweise für mein Treiben hätte, um es dem Vorstandsvorsitzenden von der Bank und auch meiner Familie unmissverständlich klar zu machen, was ich in meiner Freizeit tat. Das durfte einfach nicht geschehen – also musste ich wohl seiner Forderung nachkommen.

Wieder druckte ich die Mail mit den Anweisungen aus, löschte den Text auf dem PC und verließ das Büro. Diesmal fuhr ich allerdings direkt nach Hause und verschwand wie am Vortag in meinem Arbeitszimmer. In meinem Schreibtisch wühlte ich nach der kleinen Webcam, die mir damals mit meinem Computer verkauft wurde und schielte dabei immer wieder auf die Uhr. Viel Zeit hatte ich nicht – und wenn ich diese Kamera jetzt nicht fand, würde das unangenehme Folgen haben. Doch ich hatte Glück, in der hintersten Ecke befand sich der kleine Karton mit der Cam und hastig las ich mir durch, wie ich sie anschließen musste. Meine Frau klopfte an die Tür des Arbeitszimmer, doch anstatt sie herein zu bitten, bat ich sie schroff, mich doch endlich in Ruhe zu lassen. Ihre Schritte entfernten sich auch gleich von der Tür und ich schloss vorsichtshalber ab, falls sie es sich doch anders überlegen sollte.

Es war 21.25 Uhr, als ich die Kamera richtig angeschlossen hatte und die Treiber installiert waren. Ein kurzer Test bestätigte mir auch, dass alles richtig lief und so zog ich schnell den Zettel mit der Mail hervor und gab die Internetadresse ein, die mein Erpresser mir dort genannt hatte. Auf meinem Monitor erschien eine Seite, über die man andere Leute beobachten konnte, sofern sie ihre Webcams eingeschaltet hatten. Schnell loggte ich mich mit den Daten ein, die mir in der Mail mitgeteilt wurden und musste noch ein Tool herunterladen, mit dem ich meine Webcam dort zeigen konnte. Punkt 21.30 Uhr war die Kamera online – genau so, wie es von mir verlangt wurde. Und nun saß ich da und wartete. Ich wusste ja, was mein Erpresser von mir wollte – aber sollte ich mich jetzt schon ausziehen, oder sollte ich damit warten bis er da war? Die Fragen schossen mir durch den Kopf und währenddessen probierte ich schon mal aus, wie ich die Kamera am besten auf meinen Schritt ausrichten konnte.

Es verging eine viertel Stunde, in der nichts besonderes passierte. Zwei oder drei Mal versuchte irgendjemand auf meine Cam zuzugreifen, doch da der Name anders war als der, der mir in der Mail genannt wurde, klickte ich bei jeder Anfrage einfach auf Nein. Dann blinkte wieder das Fenster auf und diesmal stimmte der Name. Ich musste mich förmlich dazu zwingen, seine Anfrage zu bestätigen – denn ab diesem Moment hatte er mich wirklich in der Hand. Mein Herz raste, als ich auf das kleine Feld mit dem „OK“ klickte und die Verbindung aufgebaut wurde. Jetzt konnte er mich sehen, aber er selbst hatte keine Webcam angeschlossen. Noch immer wusste ich also nicht, wer sich hinter diesen Mails verbarg.

Was dann geschah, kommt mir heute wie ein Traum vor – irgendwie unwirklich und ich kann mich auch nicht wirklich an alles erinnern. Ich weiß nur noch, dass er ziemlich schnell zur Sache kam und mich dazu aufforderte, meine Sachen auszuziehen. Es war schon sehr beschämend, so nackt vor ihm zu sitzen und auch die Tatsache, dass ich die Cam nur auf meinen Schwanz ausrichten sollte, machte es nicht besser. Seine Anweisungen kamen von da ab nur noch in kurzen Sätzen – und ich hatte sie auszuführen. Er wollte mir dabei zusehen, wie ich mich selbst befriedigte, doch das war gar nicht mal so einfach, denn unter den gegebenen Umständen verweigerte mir mein Schwanz den Dienst. So sehr ich es auch versuchte, er wurde einfach nicht richtig steif. Erst als ich meine Fantasie einschaltete und das Kopfkino ansprang, regte sich endlich was. Mein Erpresser schrieb mir genau, auf welche Arten ich mich zu befriedigen hatte und ich versuchte, das irgendwie in mein Kopfkino einzubauen. Es klappte – denn nach einigen Minuten spritzte mein Sperma heraus und ein paar Tropfen landeten direkt auf der Cam. Ein Teil der Spannung war somit weg – mein anonymer Chatpartner war es allerdings auch.

Die nächsten Tage verliefen ereignislos und ich hoffte und redete mir ein, dass ich nun nie mehr etwas von diesem E-Mail Schreiber hören würde. Er hatte bekommen, was er wollte und nun wollte ich meine Ruhe haben. Ich schwor mir auch, nie wieder in den Club 21 zu gehen – es schien ja doch eindeutig zu gefährlich zu sein. Kurz vor meinem lang ersehnten Urlaub hatte ich allerdings wieder eine Mail mit SEINER Absenderadresse im Postfach und die Nervosität wurde wieder stärker. Wieder stellte er eine Forderung – und erinnerte mich daran, dass er unseren kleinen Cam-Chat mit aufgezeichnet hatte. Ich hatte also wieder einmal keine Möglichkeit, sondern musste tun, was er von mir verlangte. Diesmal wollte er sogar ein persönliches Treffen und der Ort, den er dazu ausgewählt hatte, ließ keinen Zweifel daran, was er von mir wollte. Warum sollte man sich wohl im Club 21 treffen, wenn kein Sex geplant war?

Am selben Abend machte ich mich also auf den Weg. Einerseits war dort wieder diese Angst – schließlich konnte der Typ ja sonst was mit mir anstellen. Andererseits war ich aber auch erleichtert, denn jetzt würde ich endlich erfahren, wer dahinter steckte. Mit klopfendem Herzen saß ich einige Zeit später im Barraum und schaute mich ganz genau um. Kannte ich hier jemanden? Schaute mich vielleicht einer seltsam an? Doch es war nichts Ungewöhnliches zu sehen. Ich wartete über eine Stunde, bis der Barkeeper zu mir herüber kam und sagte, ich solle mitkommen. Er führte mich zu einer Tür mit der Aufschrift ‚Privat’ und als er sie öffnete, lag ein vollkommen dunkler Raum vor mir. Es war ein klassischer Darkroom – der anscheinend nur speziellen Gästen zur Verfügung stand und als ich in den Raum eintrat, fiel die Tür hinter mir ins Schloss. Meine Augen hatten sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt und so konnte ich wirklich nichts erkennen.

Als dann eine Hand nach mir griff, zuckte ich zusammen. Doch ich hatte keine Zeit, großartig zu überlegen, denn die Hand griff in meinen Hosenbund und zog mich daran nach vorne. Zwei Schritte konnte ich machen, dann stieß ich mit dem Schienbein gegen eine Bettkante und als die Hand noch weiter zog, fiel ich nach vorne über und landete weich auf einer Matratze. Sofort schoben sich Hände unter mein Shirt und Lippen pressten sich auf meine. Der Kuss war heiß, nass und sehr fordernd und ich spürte, wie Bartstoppeln mich kitzelten. Die Hände, die eben noch unter meinem Shirt waren, machten sich jetzt daran, mich vollkommen auszuziehen und ich war so überrascht, dass ich einfach alles mit mir geschehen ließ. Ich kam sogar nicht mal auf die Idee, irgendetwas zu sagen!

Was dann geschah, kann ich aus heutiger Sicht eigentlich nur als wunderschön bezeichnen. Ja, es war wirklich schön, so seltsam das auch klingen mag. Die Hände und Lippen, die anfangs so fordernd und fast schon grob waren, wurden immer zärtlicher und fanden genau die Stellen an meinem Körper, die besonders sensibel waren. Es dauerte nicht lange, bis ich vollkommen in meine Lust versank und mich schon fast nach diesen Berührungen sehnte. Auch die Küsse wurden zärtlicher und die Lippen wanderten immer und immer wieder über meine Haut, verwöhnten mich und raubten mir den Verstand. Wer er war, wusste ich noch immer nicht, aber ich merkte, dass er viel Erfahrung mit Männern haben musste. Eins störte mich jedoch. Immer dann, wenn ich versuchte ihn zu berühren, schob er meine Hände wieder weg. Er wollte nicht angefasst werden, vielleicht aus Angst, dass ich ihn dadurch erkennen könnte. Dabei war ich doch schon lange an dem Punkt angelangt, wo es mir völlig egal war. Mein Verstand war der Geilheit gewichen und ich wollte nichts anderes, als meine Lust mit ihm auszuleben.

Doch der Unbekannte machte mich immer mehr zu seinem Lustspielzeug. Er genoss jedes Zucken meines Körpers, das auf eine Berührung folgte und er schien seine Lust daraus zu ziehen, meinen Schwanz dabei zu beobachten wie er immer steifer wurde. Als er schließlich seine Lippen über meine dicke Eichel presste, war ich ihm vollkommen erlegen. Zärtlich und ganz ohne Eile verpasste er mir den besten Blowjob, den ich je erlebt hatte und schaffte es, mich damit vollkommen willenlos zu machen. Ich weiß heute auch nicht mehr, wie lange ich diesen Lippen-Angriff ausgehalten habe, aber irgendwann spürte ich meinen Schwanz zucken, spürte wie das Sperma in ihm aufstiegt – und spritzte dem Unbekannten alles in den Mund. So was war mir vorher nie vergönnt gewesen und es war geiler, als ich es mir immer vorgestellt hatte.

Kaum hatte ich mich vom Orgasmus erholt, ließ er von mir ab, öffnete die Tür und verschwand. Ich wusste gar nicht, wie mir geschah und war vollkommen perplex. Wer war das bloß – und warum durfte ich ihn nicht verwöhnen? Schnell raffte ich meine Klamotten zusammen, zog mich an und ging auch aus dem dunklen Zimmer heraus. Das helle Licht auf dem Gang brannte in meinen Augen als ich versuchte, ihn irgendwo auszumachen – vergeblich. Mit schnellen Schritten rannte ich schon fast zur Bar, doch auch da entdeckte ich nichts Ungewöhnliches. Der Raum war gut gefüllt und überall schienen sich die Boys miteinander zu unterhalten. Ich bestellte mir ein Bier, immer noch total aufgeregt, und schaute mich weiter im Raum um. Ganz hinten in der Ecke, saß da nicht noch jemand? Ja, dort schien wirklich jemand alleine zu sitzen. Möglichst unauffällig schlenderte ich in der Bar herum und versuchte einen Blick auf den einsamen Mann zu erhaschen. Als es mir endlich gelang, fiel mir vor Schreck mein Bier aus der Hand, denn dort saß Peter, ein Mitglied des Bankvorstands. Meinem ersten Instinkt folgend rannte ich aus der Bar heraus und blieb erst stehen, als ich den Parkplatz hinter dem Gebäude erreichte.

Peter hatte mich gesehen und bestimmt auch erkannt. Was sollte ich jetzt nur tun? Kaum hatte ich eine Forderung erfüllt, musste ich mit den nächsten rechnen und das auch noch von einem Kollegen. Doch halt – vielleicht war er ja…
Weiter kam ich in meinen Überlegungen nicht, denn hinter mir stand jemand und legte seine Hand auf meine Schulter. Als ich mich herum drehte, presste er gleich wieder die Lippen auf meine – und das waren definitiv die Lippen, die ich an dem Abend schon öfter gespürt hatte.

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