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Der alte Lastenaufzug
Von meiner Oma kenne ich noch den alten Spruch: „Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.“ Ich hatte ein unvergessliches Erlebnis, bei dem sich dieser Spruch bestätigte.
Die Datenverarbeitung unserer Firma hatte ihre Zentrale in der vierten Etage. Dort standen die Drucker, dort wurden alle Massenbelege gefertigt und auf die Abteilungen verteilt. Bis zur vierten Etage ging der alte Lastenaufzug, der eigentlich schon lange außer Betrieb genommen war. Nur ein Mann brachte es immer wieder fertig, ihn zeitweise in Gang zu setzen. Es war der Betriebselektriker. Wenn der in einer der Etagen zu tun hatte und gar noch etwas tragen musste, nahm er gegen die Vorschrift den Lastenaufzug kurzzeitig in Betrieb.
Eines Tages war der Elektriker in unserer Abteilung. Er hatte Kabelkanäle neu herzurichten. Natürlich brauchte er dazu Material und nahm den Lastenaufzug. Gemeinsam mit Timo, unserem Azubi, nutze ich die Gelegenheit, kurz vor Feierabend genau diesen Aufzug zu nehmen, um unser Altpapier zum Container zu bringen. Da passierte es. Zwischen zweiter und dritter Etage blieb das verflixte Ding stehen. Zuerst kicherten wir und mein Azubi machte eine ziemlich anzügliche Bemerkung. Ich kann nicht sagen, dass die mich erschreckte. Ich fand es auch gar nicht so schlecht, mit so einem netten Jungen eingesperrt zu sein. Neunzehn war er und nach meiner Einschätzung sicher ein ganz schöner Casanova. Ich war zweiundzwanzig und schon über ein halbes Jahr Single. Er hätte also bei mir offene Türen einrennen können. Das geschah dann später auch.
Zuerst versuchten wir aber mal, durch Rufe auf uns aufmerksam zu machen. Es gab keine Reaktion. Wir begannen wild an der Blechverkleidung der Kabine zu hämmern. Wir wurden uns recht schnell klar, dass unsere einzige Chance der Elektriker war. Sonst konnten wir lange rufen. Der alte Aufzug lag in einem Treppenhaus, das kaum noch benutzt wurde. Erschöpft von unseren akustischen Notrufen hockten wir uns auf die Altpapiersäcke. Die Hoffnung auf den Elektriker schwand auch, denn inzwischen war Feierabend.
Timo hatte scheinbar seinen Mut noch nicht verloren. Er dachte laut: „Für Hunger und Durst haben wir absolut nichts. Es bleibt uns eigentlich nur, wenigstens noch in Liebe zu schwelgen, bis wir dahinsiechen.“
Vor einer Stunde hatte mich seine freche Anzüglichkeit noch gelockt. Nun hatte ich inzwischen keinen Nerv mehr dafür. Er merkte meinen Stimmungseinbruch. Ehe ich mich versah, hatte er mich in seinen Armen, küsste meinen Mund und murmelte: „Wer wird denn gleich den Mut verlieren. Einmal wird man feststellen, dass wir unsere Stechkarten zum Feierabend nicht benutzt haben.“
In mir flackerte neue Hoffnung auf. Vor lauter Dankbarkeit für den Trost küsste ich ihn. Wir hockten nebeneinander auf der Couch, die wir uns aus unseren sechs Altpapiersäcken gemacht hatten. Ich küsste ihn noch mal und sagte gespielt zitternd: „Wehe, wenn du dieses Missgeschick ausnutzt und mir an die Wäsche gehst.“ Wir kicherten beide darüber und Timo nahm es, wie ich es gemeint hatte, als Aufforderung zum Tanz. Der verrückte Kerl legte mich lang, schlug mir den Rock auf den Bauch und fummelte auch schon an seiner Hose. Ich war perplex. Einerseits freute ich mich über seinen Mut. Andererseits passte es mir natürlich überhaupt nicht, dass er so profan über mich herfallen wollte. Seit einer Weile hatte ich zwar nichts anders mehr im Kopf, als dass es geschehen solle. Eilig hatte ich es aber wirklich nicht. Ich flüsterte ihm meinen Unwillen zu. Er antwortete nur: „Ich kann dich ja nicht auszuziehen. Wenn der Aufzug plötzlich doch weiterfährt?“
„Es geht mir doch nichts ums Ausziehen. Ja, ich habe auch Lust auf dich, aber ich wünsche mir erst mal eine richtige Einstimmung.“
Aus ein paar Bemerkungen von ihm kam ich zu der Überzeugung, dass er doch noch keine große Erfahrungen mit Frauen haben konnte. Ich fragte ihn ganz unverblümt und er gestand auf Anhieb, dass er erst einmal ein Mädchen auf der Parkbank gevögelt hatte. Die hatte es, wie er versicherte, verdammt eilig, weil sie sehr ängstlich gewesen war, überrascht zu werden.
Behutsam redete ich mit Timo darüber, wie ich erst ein ausgiebiges Spiel an meinen Brüsten liebte und dazu ein wundervolles Petting. Etwas naiv bemerkte er: „Aber du bist doch da unten schon ganz nass. Willst du es denn nicht auch sofort?“
Es war ein merkwürdiges Bild. Ich lang mit breiten Beinen auf den Plastsäcken. Er kniete zwischen meinen Beinen. Sein bestes Stück hatte er schon aus der Hose springen lassen. Seine Hand lag auf meinem Leib und hielt den Slip zur Seite. Zumindest hatten wir erst mal optisch etwas voneinander. Er starrte unentwegt in meinen Schritt, wo seine Finger ein paar behutsame Bewegungen machten. Ich spürte, wie die Schamlippen aufsprangen. Ich hielt krampfhaft meinen Kopf hoch, um den schmucken Schweif zu betrachten.
Beinahe hatte ich das Gefühl, dass ich ihn mit meiner sanften Belehrung abgeschreckt hatte. Kurz entschlossen machte ich Stellungswechsel. Nun lag er lang und ich kniete über seinen Beinen. Er meuterte zwar, weil er nun nicht mehr unter meinen Rock gucken konnte. Das war nicht so schlimm. Er schloss sowieso bald die Augen, als ich ihm mein ganzes Können vom Tuten und Blasen demonstrierte. Bald geriet ich in höchste Nöte. Wir steckten beide in voller Bekleidung und Tempos hatten wir auch nicht dabei. Wortreich entschuldigte ich mich für den abrupten Abbruch meiner Zärtlichkeiten. Ich freute mich wahnsinnig über sein Beherrschungsvermögen. Den Fingerzeig, den ich ihm mit meinem perfekten Blaskonzert gegeben hatte, griff er auf. Wieder lag ich unten. Diesmal nahm er mir den Slip einfach ab, um genügend Bewegungsfreiheit für seinen Mund zu haben. Ein wenig ungeschickt und unschlüssig ging er es an. Dann spürte ich, wie er sich langsam richtig aufgeilte und wohl am liebsten in mich hineingekrochen wäre. Sein behutsames Zungenspiel am Kitzler und immer wieder durch die mehr als feuchte Furche verschaffte mir gleich zwei himmlische Höhepunkte. Ganz stolz machte ich ihn, weil ich sein Geschick lobte. Es war zwar nicht ganz die Wahrheit, wie ich ihm sagte: „Gleich zweimal hintereinander bin ich mit einem Mann noch nicht gekommen.“
Ich hätte mich gleich auf die Zunge beißen können. Warum musste ich bei seiner vielleicht ersten richtigen Lehrstunde von anderen Männern reden? Er hatte es offensichtlich überhört. Inzwischen war er dahinter gekommen, wie wild ich auf seine Küsse an den Innenseiten der Schenkel und an den Leistenbeugen reagierte. Er brachte mich zur Raserei. Schließlich war ich es, die ihn nun sofort richtig wollte. Er neckte mich erst noch einmal: „Ich denke, ein langes Vorspiel ist dir so wichtig. Nimm dir ein Beispiel an mir. Ich konnte mich bisher auch zurückhalten und habe unser Spiel trotzdem in vollen Zügen genossen.“
Ich wollte jetzt nicht mehr reden. Um ihn gar nicht erst auf falsche Gedanken zu bringen, kniete ich mich hin, beugte mich über die Papiersäcke und wackelte unmissverständlich mit dem Po. Bei seinem ersten Stoß gaben meine Stimmbänder Töne von sich, die mir selbst fremd waren.
Gegen einundzwanzig Uhr wurden wir endlich befreit. Der Betriebsschutz hatte wirklich bemerkt, dass unsere Stechkarten noch im falschen Fach steckten und nach uns gesucht.
Online seit 28.08 2006 • 6614 Hits
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