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Mein ehemaliger Klassenkamerad
Mir lief eine Gänsehaut über den Rücken, als Mike Steinberg vor mir stand und mir ein Rezept seines Orthopäden auf die Theke legte. Zwölf Massagen sollte er bekommen. Ob er in Gedanken war? Er hatte mich scheinbar noch gar nicht wahrgenommen. Wir hatten uns allerdings mindestens zehn Jahre nicht gesehen, seit wir zusammen das Abitur gemacht hatten. Ich hatte in der Zeit nur mitbekommen, er sollte sein Studium in Amerika gemacht und dann in Japan für einen Elektronikkonzern gearbeitet haben.
Ich entschloss mich, ihm behilflich zu sein, indem ich mehr für mich sagte: „Mike Steinberg, der Klassenprimus.“
Überrascht schaute er mich an. Es funkte. „Ines Wenzel“, rief er freudig. „Mädchen, entschuldige, wie konnte ich dich nicht gleich erkennen? Die kleine Süße aus der ersten Reihe!“
„Na, na“, bremste ich seinen Ausbruch, „erstens bin ich kein Mädchen mehr. Und von wegen, die kleine Süße aus der ersten Reihe! Damals hast du dich für keine Süße aus deiner Klasse interessiert. Vier, fünf Jahre älter bevorzugtest du die Damen.“
Während der folgenden zehn Massagen raspelte Mike eine Menge Süßholz. Manchmal kam es mir vor, als wollte er mir jeden Moment eine Liebeserklärung machen. Seine Behandlung setzte mir immer ganz schön zu. Ich war in ihn verschossen wie in der Oberprima. Daran änderte auch nichts, dass ich schon eine Ehe hinter mir hatte, eine sehr kurze allerdings nur. Endlich geschah es. Als ich ihm den obligatorischen Klatsch auf den Po gab, lud er mich zum Abendessen ein. In mir jubelte es. Zwei Stunden hatte ich zu Hause noch Zeit, alles für einen späten Herrenbesuch vorzubereiten. Ich holte sogar noch fix Blumen. Auch das Bett wurde frisch bezogen und bekam ein paar Tropfen meines teuersten Dufts. Natürlich war ich dann durchgeschwitzt. Aber nicht nur deshalb drängte es mich unter die Dusche. Als ich in der Diele aus meinen Sachen stieg, verführte mich wieder mal mein Spiegelbild. In Gedanken, dass es seine waren, drückte ich meine Lippen auf eine Brustwarze. Postwendend kam gleich darauf von unten ein Hilferuf. Wenn ich dachte, der kleine Quälgeist gab sich mit ein paar Streicheleinheiten zufrieden, täuschte ich mich. Sie quengelte unter der Dusche weiter, bis sie eine zünftige Abreibung bekam und ein paar Freudentränen vergießen durfte. Da hatte ich mir einen Bärendienst erwiesen. Schon in der noblen Gaststätte rumorte es in meinem Leib. Ich hätte am liebsten im Schutz des Tischtuches nach unten gegriffen.
Die Vorbereitungen in meiner Wohnung waren vergebene Liebesmühen gewesen. Nach dem fürstlichen Abendessen und einer munteren Plauderei setzt mich Mike brav vor der Haustür ab. Einen Kuss auf die Stirn bekam ich gerade mal noch.
Bei der zwölften Massage setzte ich alles auf eine Karte. Bewusst hatte ich ihn nach Geschäftsschluss bestellt. Ich wollte ihn einfach verführen. Mike lag auf der Pritsche und ich schloss hinter ihm die Praxis gleich wieder zu, weil sowieso Feierabend war. Mit geschlossenen Augen lag er da. Er musste eine Ahnung haben, weil ich seine Hose ein ganzes Stück weiter herunterzogen hatte als sonst. Den Po hatte ich wegen seiner Lendenwirbelbeschwerden ja auch zu massieren. Wo sich die Schenkel trafen, hatte ich allerdings nichts mehr zu suchen. Auch die Kreme war anders als sonst. Vielleicht war es naiv, dass ich nur für ihn so einen Lockstoff untergemischt hatte, der Männer ganz scharf machen soll. Jetzt oder nie, dachte ich und trug auch einen Teil der Kreme zwischen seine Schenkel. Das war zu viel für ihn. Er zuckte zusammen, sagte aber kein Wort. Es war gar nicht mehr professionell, wie ich massierte. Das war nicht nur mir klar. Dann kratzte ich all meinen Mut zusammen. Mit einer Hand griff ich unter seinen Schoß und traf zielsicher seine heiße Auferstehung. Meine Lippen berührten für den Bruchteil einer Sekunde eine seiner knackigen Backen. In mir brodelte die Lust. Ich war nicht nur wahnsinnig verliebt, sonder auch fürchterlich spitz. Den ganzen Tag hatte ich mich in Gedanken schon mit dieser Stunde beschäftigt. Oh, was er in meiner Illusion schon aller mit mir getrieben hatte. Ich weiß nicht mehr, was mich so sicher machte. Jedenfalls setzten sich in mir die Vorstellung und der Wunsch fest, diesen Mann für mich zu gewinnen und mit ihm zu leben. Ich wusste ja bereits, dass er nicht wieder ins Ausland gehen wollte.
Er sagte kein Wort, als er sich aufrichtete, mir den Kittel abnahm und den Büstenhalter einfach nach unten schob. Erst dann bewunderte er: „Ich habe es gewusst, sie sind wunderschön. Beneidenswert, wie straff sie stehen, wie erregt die süßen Nippel funkeln.“ Seine perfekte Erektion streichelte wie zufällig meinen Hintern. Ich musste einfach nach hinten greifen und das Objekt meiner heißen Begierde fühlen, streicheln und drücken. Er griff um mich herum und machte mit seinen zärtlichen Händen oben und unten beinahe alles, was ich mir schon so wunderschön ausgemalt hatte.
„Ich hab mich in dich verliebt“ flüsterte ich, während er intensiv mit meinen Brüsten spielte. Was seine Hände mit dem wallendem Fleisch machten, das konnte ich in meiner Erregung kaum noch aushalten. Zwischen feuchten Fingerspitzen drehte er die Brustwarzen und zog sie verständig behutsam in die Länge. Endlich kam er um mich herum. Zum ersten Mal küssten wir uns innig. Ein Zittern überfiel meinen Körper, als mich nun sein bestes Stück direkt an den Schoß traf. Ich musste mich mächtig beherrschen, damit mir nicht auch der Rest an Zurückhaltung verloren ging. In diesem Moment hätte ich alles mit ihm machen können und alles mit mir machen lassen.
Zwischen den Beinen wurde ich immer feuchter. Wir spielten so lange an uns herum, bis bei ihm alles zu spät war. Mike drückte ich einen Finger auf die Lippen, weil er sich für seine Frühzündung entschuldigen wollte. War ja schließlich meine Schuld. Zu lange hatte ich das Stück Mann sanft massiert, für das die Verschreibung des Orthopäden nicht galt. Während seiner kleinen Erholungspause zeigte er mir, dass in ihm auch ein kleiner Franzose steckte. Er war ein Künstler auf diesem Gebiet. Als ich zufällig über meine Brustwarzen fuhr, ging mir eine Gänsehaut über den Rücken. So steif hatten sie sich lange nicht gemacht.
Ich vermag im Nachhinein die nächsten zwei Stunden gar nicht mehr nachzuvollziehen. Noch niemals hatte mich ein Mann derartig in Trance versetzt. Schon bei seinem wahnsinnig raffiniertem Petting begann es in meinem Leib zu brodeln, als war ich in einen Dauerorgasmus geraten. Meine Gedanken kreisten nur noch darum, die Lust mehr und mehr zu steigern. Ich weiß nicht mehr, was ich in meiner Euphorie alles mit dem Mann getan habe. Kein Tabu gab es mehr für mich und für ihn vermutlich auch nicht, denn er reizte mich an Stellen, an die bislang bei mir noch kein Mann gekommen war. Ich nahm es einfach dankbar hin und versank völlig in unbeschreiblich schönen Gefühlen.
Irgendwann bettelte ich förmlich: „Gönn mir doch wenigstens ein kleine Pause. Es ist ja so wunderschön mit dir, dass es gar nicht aufhören sollte. Aber du hast mich erst mal richtig geschafft.“
Aus der Pause wurde ein vorläufiges Ende. Wir merkten es beide, dass die Stimmung nicht wieder herzustellen war. Die nüchterne Praxis war sicher nur für den ersten Sturm hinzunehmen gewesen. Nun war auch mir nach einem romantischeren Ort. Den fanden wir in meinem Schlafzimmer. Schon nach einer Woche hatte ich ihn da jede Nacht. Eines Tages hatte er mit seinen Koffern vor meiner Tür gestanden.
Online seit 05.05 2006 • 3077 Hits
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